Youth Parliaments: Founding and Operating on the International Level

Landshut, 25. Juli bis 3. August 2018
Mykolajiw, 25. August bis 1. September 2018

PROJEKT ZU JUGENDPARLAMENTEN ÜBERZEUGT

Nach knapp drei Wochen und zwei Treffen in Landshut, Deutschland, und im Kreis Mykolajiw, Ukraine, im Sommer 2018 sind 18 junge AktivistInnen motiviert, Jugendparlamente zu gründen, in die Politik zu gehen und internationale Projekte zur Politik zu organsieren. Das Projekt „Youth Parliaments – Founding and Operating on International Level“ bewerteten die Teilnehmenden mit sehr gut (1,5). Die Trainer erhielten die Wertung 1,3. „Crashkurs zur Politikerin“, so bezeichnete Yana Alimova die Einführung in Lobbyarbeit, Debattieren und Strategien für die Gründung von
Jugendparlamenten.

AHNUNG VON LOBBYARBEIT
Trainer und Projektmanager Claus Sixt: „Die Teilnehmenden wissen nun, wie man Politiker interviewt und in einer E-Mail seine politischen Ziele formuliert und Unterstützung anfragt. Sie haben nun eine Ahnung von Lobbyarbeit.“
Über aktuelle Themen wie den Krieg in der Ostukraine wurde wenig diskutiert. Sixt: „Was soll denn das Diskutieren, wenn man nicht weiß, wie man politische Ziele umsetzt. Dazu gehört doch als erstes, dass die Teilnehmer lernen, klar zu formulieren.“ Um sicher zu formulieren, interviewten die Teilnehmer unter anderem Mitglieder deutscher Jugendparlamente, übten die Debatte nach dem deutschen Bundesprogramm „Jugend debattiert“, formulierten politische Ziele und trainierten die politische Rede unter Zeitvorgabe.
Erst beim zweiten Treffen in der Ukraine entwickelten die Teilnehmenden eine Strategie zur Gründung von Jugendparlamenten und verglichen Satzungen.

ENTWICKLUNGSHILFE FÜR BAYERN
Irina Lysenko, Projektmanagerin des ukrainischen Partners Center for Dialogue und Reconciliation „Iskra“, regte das Besondere an. Sie motivierte Andrii Dzhmil vom Jugendbeirat Charkiw Entwicklungshilfe in Bayern zu leisten. Charkiws Partnerstadt Nürnberg hat es bisher nicht geschafft, ein Jugendparlament zu gründen. Dzhmil kontaktierte Ella Schindler, die zweite Vorsitzende des Partnerschaftsvereins Charkiw-Nürnberg.
Angeregt hatte diese Initiative indirekt Yuriy Yarmilko, Generalkonsul der ukrainischen Botschaft in München und Schirmherr des Projekts. Während eines Treffens in der Bayerischen Staatskanzlei hob er die ausgezeichnete Arbeit des Partnerschaftsvereins hervor.

AUSWÄRTIGES AMT UND BAYERISCHE STAATSKANZLEI
Das Auswärtige Amt förderte das Projekt im Rahmen der Östlichen Partnerschaft und Bayern im Rahmen seiner engen Zusammenarbeit mit der Ukraine. Die Gesellschaft für Europabildung entwickelte das Projekt gemeinsam mit dem ukrainischen Center for Dialogue and Reconciliation „Iskra“.
Die Interviews sind auf dem Portal www.interpolisweb.com veröffentlicht. Unterlagen zur Gründung von Jugendparlamenten sind frei erhältlich bei Claus Sixt unter claus.sixt@europabildung.org.

 

 

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