Pro Move II – Stipendien nach Abschluss der Ausbildung

Oktober 2018 bis September 2023

Die meisten Auszubildenden gehen nur für relativ kurze Zeit für ein Berufspraktikum ins Ausland, obwohl das bis zu 12 Monaten möglich wäre. Der Grund dafür ist natürlich, dass die Auszubildenden weder im Ausbildungsbetrieb noch in der Berufsschule für längere Zeit fehlen dürfen.

Daher bietet das Programm Erasmus+ die Möglichkeit, auch innerhalb der ersten 12 Monate nach dem Abschluss einer Berufsausbildung für bis 12 Monate für ein Berufspraktikum / eine Arbeitserfahrung ins Ausland zu gehen und dafür die gleiche Förderung zu erhalten!

 

Wie kann ich ein Erasmus+ Stipendium nach Abschluss meiner Ausbildung über die GEB erhalten? 

1) Sie bewerben sich als so genannte Free-Mover und organisieren den Auslandsaufenthalt (Wohnung, Praktikumsstelle etc.) selber. Dafür bekommen Sie das Stipendium in ganzer Höhe ausbezahlt. Sie können in alle Erasmus+-Zielländer (EU, Beitrittskandidaten, Island, Lichtenstein und Norwegen) reisen.

In manchen Fällen helfen Ausbildungsbetriebe ihren (ehemaligen) Auszubildenden, Stipendien zu nutzen, um ihnen die Möglichkeit zu geben, eine längere Auslandserfahrung zu machen, bevor sie als Fachkräfte im eigenen Betrieb übernommen werden. Dabei kann das Praktikum auch in Betrieben der eigenen Unternehmensgruppe im Ausland durchgeführt werden. Die Förderung durch Erasmus+ hängt von der Dauer des Auslandsaufenthaltes und vom Zielland ab. Für einen sechsmonatigen Aufenthalt in Frankreich erhalten Sie beispielsweise eine Förderung von mindestens 4.280 Euro und einen Zuschuss zu den Fahrtkosten, der von der Entfernung abhängig ist.

2) Wenn Sie den Auslandsaufenthalt nicht komplett selber organisieren möchten, erhalten sie ein Stipendium in gleicher Höhe wie die Free-Mover.  Wir können Ihnen in manchen Ländern private Organisationen nennen, mit denen wir schon seit vielen Jahren zusammen arbeiten und die Sie bei der Organisation Ihres Auslandsaufenthaltes unterstützen, indem sie zum Beispiel einen Praktikumsbetrieb und eine Wohnung vermitteln. Diese Unterstützung ist nicht umsonst. Sie können mit Kosten in Höhe von etwa 700 Euro für diesen Service rechnen.

In beiden Fällen werden mögliche Einkünfte während der Praktika im Ausland nicht angerechnet, solange der Charakter eines Lernaufenthaltes mit klarer Lern- und Zielvereinbarung erkennbar bleibt. Die Teilnahme an einem Vorbereitungsseminar in Berlin ist obligatorisch.

 

Partnerorganisationen der GEB gibt es in

Sevilla (Spanien) | Derry (Nordirland) | London (England) | Dublin (Irland) | Leeuwarden (Niederlande) | Wien (Österreich) | Florenz (Italien) | Breslau (Polen) | Lund (Schweden) | Leiria (Portugal) | Maribor (Slowenien) | Perpignan (Frankreich)

Gerne geben wir Ihnen die Adressen der jeweiligen Kontaktpersonen.

 

Das sagen ehemalige Teilnehmende über ihre Zeit im Ausland

Kathrin (Erzieherin) war für 6 Monate in London: „Wenn du die Möglichkeit in deinem Leben hast, denke ich, dass jeder irgendwann die Erfahrung machen sollte, im Ausland zu leben (und zu arbeiten)“

Katharina (Erzieherin) war für 6 Monate in Derry, Nordirland: „Mach es einfach! Du wirst dort nicht ganz alleine sein und alle sind wirklich nett und unterstützend. „

Fabian (Goldschmied) war für 9 Monate in London: „Wenn du lernen möchtest, dein eigenes Leben zu führen und reifer zu werden, ist dies eine wichtige Erfahrung. Das Erlernen der Sprache ist ein sehr guter Nebeneffekt.“

 

Hinweis zur Versicherung

Wichtig ist, dass Sie sich für die Zeit im Ausland um eine umfassende Krankenversicherung bemühen. Wir empfehlen eine Zusatz-Versicherung, die Sie gegen Risiken am Arbeitsplatz absichert (falls Sie zum Beispiel einen großen Schaden verursachen sollten) und die auch eine Reise-Krankenversicherung beinhaltet. Diese Versicherung können Sie über den DAAD erhalten:

https://www.daad.de/de/im-ausland-studieren-forschen-lehren/stipendien-finanzierung/daad-versicherungen/versicherung-im-ausland/

Wichtig: Sie müssen eigenständig mit Ihrer Krankenkasse klären, ob sie diese Versicherung als umfassend genug ansieht oder ob Sie möglicherweise eine weitere Versicherung abschließen müssen. Die Krankenkasse hat die Pflicht, sicherzustellen, dass Sie – solange Sie in Deutschland gemeldet sind – über einen umfassenden Versicherungsschutz verfügen. Dies muss ausschließlich zwischen Ihnen und der Krankenkasse geklärt werden.

 

Was müssen Sie tun, um sich zu bewerben?

Wir benötigen folgende Unterlagen von Ihnen:

  1. Einen Europass-Lebenslauf in englischer Sprache oder in der Sprache des Ziellandes. Das Formular für den Europass-Lebenslauf finden Sie unter „Dokumente
  2. Ein Anschreiben in Englisch oder der Sprache des Ziellandes, in dem Sie begründen, weshalb Sie an dem Programm teilnehmen möchten, wann sie ins Ausland gehen möchten und in welches Land
  3. Kopie des Ausbildungsvertrages
  4. Bestätigung einer aufnehmenden Einrichtung im Ausland, dass Sie für eine bestimmte Zeit ein Praktikum durchführen können (eine Email mit der konkreten Ansprechperson ist ausreichend).

Die Bewerbung erfolgt per Mail an:

Herrn Jewgenij Gorbatschow

Die Kriterien für die Auswahl für ein Stipendium sind die eigene Motivation und vor allem die Relevanz des Auslandsaufenthalts für Ihre Ausbildung. Besondere Qualifikationen (z.B. ein spezieller Notendurchschnitt) sind nicht erforderlich. Sprachfähigkeiten in der Sprache des Ziellandes sind erwünscht, in Polen, Portugal und den Niederlanden kann das Praktikum aber teilweise auch in deutscher oder englischer Sprache durchgeführt werden.

 

Wie geht es dann weiter?

Wenn Sie für ein Stipendium ausgewählt werden, laden wir Sie ein,

  • an einem Seminar zur Vorbereitung auf den Auslandsaufenthalt (meist in Berlin) teilzunehmen und
  • einen Erasmus+ Fördervertrag abzuschließen