PRO MOVE – Nach der Ausbildung ins Ausland!

Das Sprungbrett ins Berufsleben!

Die meisten Auszubildenden gehen nur für relativ kurze Zeit für ein Berufspraktikum ins Ausland, obwohl das bis zu 12 Monaten möglich wäre. Der Grund dafür ist natürlich, dass die Auszubildenden weder im Ausbildungsbetrieb noch in der Berufsschule für längere Zeit fehlen dürfen.

Daher bietet das Programm Erasmus+ die Möglichkeit, auch innerhalb der ersten 12 Monate nach dem Abschluss an einer Berufsschule, Berufsfachschule, Fachoberschule, einem beruflichen Gymnasium oder einer ähnlichen Schule in Deutschland  für bis 12 Monate für ein Berufspraktikum / eine Arbeitserfahrung ins Ausland zu gehen und dafür die gleiche Förderung zu erhalten!

Das sagen ehemalige Teilnehmende über ihre Zeit im Ausland:

Kathrin (Erzieherin) war für 6 Monate in London: “Wenn du die Möglichkeit in deinem Leben hast, denke ich, dass jeder irgendwann die Erfahrung machen sollte, im Ausland zu leben (und zu arbeiten)”

Katharina (Erzieherin) war für 6 Monate in Derry, Nordirland: “Mach es einfach! Du wirst dort nicht ganz alleine sein und alle sind wirklich nett und unterstützend. “

Fabian (Goldschmied) war für 9 Monate in London: “Wenn du lernen möchtest, dein eigenes Leben zu führen und reifer zu werden, ist dies eine wichtige Erfahrung. Das Erlernen der Sprache ist ein sehr guter Nebeneffekt.”


Möglichkeiten der Förderung

1) Sie bewerben sich als so genannte Free-Mover, dann bekommen Sie das Stipendium ausbezahlt und organisieren den Auslandsaufenthalt (Wohnung, Praktikumsstelle etc.) selber. Bei dieser Variante können Sie in alle Erasmus+-Zielländer (EU, Beitrittskandidaten, Island, Liechtenstein, UK und Norwegen) reisen. Sie erhalten das Stipendium in Pauschalen als Zuschuss für Ihre Reise- und Aufenthaltskosten.

Beispiel für einen dreimonatigen Aufenthalt in Kopenhagen (Dänemark) für eine Teilnehmerin aus Berlin: Reisekosten: 180 Euro; Aufenthaltskosten: 4.858 Euro. Gleicher Aufenthalt in Vilnius (Litauen): Reisekosten: 275 Euro; Aufenthaltskosten: 3.591 Euro. Alle anderen Länder liegen dazwischen.

Da Sie die Förderung als Pauschalen erhalten, können Sie sie frei verwenden. Wenn Sie eine sehr günstige Reisemöglichkeit bzw. Unterkunft finden, dann kann der Zuschuss zur Deckung der Lebenshaltungskosten bereits ausreichen. Wenn Sie für Ihre Zeit im Ausland ein Luxus-Apartment anmieten, dann müssen Sie eventuell draufzahlen.

Eine mögliche Praktikums-Vergütung wird nicht angerechnet und muss auch nicht angegeben werden.


2) Sie nutzen die Unterstützung unserer Partnerorganisationen im Ausland. Dann werden Teile des Stipendiums an diese Partner übertragen. Dafür organisieren unsere Partner für Sie die Unterkunft, den Praktikumsplatz und sind für Sie da, wenn Sie Hilfe benötigen.

Unsere Partnerorganisationen im Ausland unterstützen Sie bei der Organisation und der Durchführung des Auslandsaufenthaltes ohne Sie dadurch aus Ihrer Eigenverantwortung zu entlassen. Die Praktika finden in Einrichtungen der jeweiligen Berufsbereiche im europäischen Ausland statt und werden von erfahrenen und gut ausgebildeten Fachkräften angeleitet. Die Stipendien sind von der Destination, der Leistungen und der Dauer des Auslandsaufenthaltes abhängig.

Partnerorganisationen der GEB gibt es in

Sevilla (Spanien) |  Leeuwarden (Niederlande) | Wien (Österreich) | Vicenza (Italien) | Jyväskylä (Finnland) | Breslau (Polen) | Lund (Schweden) | Guimaraes (Portugal) | Maribor (Slowenien) | Perpignan (Frankreich) | Valletta (Malta).

In begründeten Fällen ist es auch möglich, ein Praktikum außerhalb der Erasmus+-Programmländer bei unseren Partnerorganisationen durchzuführen. Derzeit (Januar 2024) sind dies: Derry (UK) | Ha Long City (Vietnam) | Djerba, (Tunesien) | Tiflis (Georgien)| Baku (Aserbeidschan).

Folgende Leistungen werden erbracht:

  • Vorbereitungsseminar (eintägig) in Berlin (Reise- und Aufenthaltskosten werden von den Teilnehmenden übernommen)
  • Online-Sprachkurs
  • Pauschale für Reisekosten
  • Öffentliche Verkehrsmittel am Ort (sofern nötig)
  • Unterkunft in Wohngemeinschaft oder Gastfamilie (in Einzel- oder Doppelzimmern)
  • Hilfe bei der Suche nach einem geeigneten Praktikumsplatz
  • Betreuung und Tutoring während des gesamten Aufenthaltes
  • 24/7 Notfall-Telefonnummer

Der Aufwand unserer Partner für die Vermittlung von Wohnung und Praktikumsplatz ist in etwa gleich groß, egal ob Sie für 4 Wochen oder für 6 Monate ins Ausland gehen möchten. Da die Förderung in Pauschalen pro Tag gerechnet wird, können bei kürzeren Aufenthalten Eigenbeteiligungen anfallen. Für ein vierwöchiges Praktikum in Lund (Schweden) entsteht beispielsweise eine Eigenbeteiligung von insgesamt etwa 350 Euro.

Ab einer Dauer von 10 Wochen entsteht in der Regel keine Eigenbeteiligung mehr. Ausnahme sind nur die Zielländer Irland und UK, in denen höhere Kosten entstehen können.

Die Beträge können immer nur Annäherungswerte darstellen, weil sowohl die Förderung als auch die Kosten unserer Partner von Jahr zu Jahr unterschiedlich sein können.

Hinweis zur Versicherung 

Wichtig ist, dass Sie sich für die Zeit im Ausland um eine umfassende Krankenversicherung bemühen. Wir empfehlen eine Zusatz-Versicherung, die Sie gegen Risiken am Arbeitsplatz absichert (falls Sie zum Beispiel einen großen Schaden verursachen sollten) und die auch eine Reise-Krankenversicherung beinhaltet. Diese Versicherung können Sie über den DAAD erhalten:

https://www.daad.de/de/im-ausland-studieren-forschen-lehren/stipendien-finanzierung/daad-versicherungen/versicherung-im-ausland/

Wichtig: Sie müssen eigenständig mit Ihrer Krankenkasse in Deutschland klären, ob sie diese Versicherung als umfassend genug ansieht oder ob Sie möglicherweise eine weitere Versicherung abschließen müssen. Die Krankenkasse hat die Pflicht  sicherzustellen, dass Sie – solange Sie in Deutschland gemeldet sind – über einen umfassenden Versicherungsschutz verfügen. Dies muss ausschließlich zwischen Ihnen und der Krankenkasse geklärt werden.


Was müssen Sie tun, um sich zu bewerben?

  1. Einen Europass-Lebenslauf in englischer Sprache oder in der Sprache des Ziellandes erstellen. Das Formular für den Europass-Lebenslauf finden Sie unter „Dokumente“
  2. Ein Anschreiben in Englisch oder der Sprache des Ziellandes verfassen, in dem Sie begründen, weshalb Sie an dem Programm teilnehmen möchten

“Free-Mover” benötigen zusätzlich eine Schulbescheinigung bzw. die Kopie des Abschlusszeugnisses sowie eine Bestätigung der Praktikumsstelle im Ausland.

Die Bewerbung erfolgt über das Registrierungs-Tool der GEB.

Bei Problemen wenden Sie sich bitte per Mail an Herrn Gunther Ring

Die Kriterien für die Auswahl für ein Stipendium sind die eigene Motivation und vor allem die Relevanz des Auslandsaufenthalts für Ihre Ausbildung. Sprachfähigkeiten in der Sprache des Ziellandes sind erwünscht, in einigen Ländern kann der Auslandsaufenthalt aber teilweise auch in deutscher oder englischer Sprache durchgeführt werden.


Wie geht es dann weiter?

Wenn Sie für ein Stipendium ausgewählt werden, laden wir Sie ein,

  • an einem Seminar zur Vorbereitung auf den Auslandsaufenthalt (meist in Berlin) teilzunehmen
  • die Teilnahmebedingungen zu akzeptieren und einen Erasmus+ Fördervertrag abzuschließen