EuroSocial – Stipendien für Personen in sozialen Berufen

Oktober 2018 bis August 2023

Personen in sozialen Berufen (Erzieher, Sozialassistenten, Krankenpfleger, Therapeuten etc.) haben es in der täglichen Arbeit oft mit Personen mit Migrationshintergrund zu tun. Bundesweit steigt die Zahl der Kindergärten, die überwiegend von Kindern mit Migrationshintergrund besucht werden. Auch in manchen Krankenhäusern steigt die Anzahl der Patienten mit ausländischen Wurzeln.
Selber einmal für eine Zeit ins Ausland zu gehen und so zum Ausländer zu werden, ist da sicher nicht die schlechteste Idee. Abgesehen von der Verbesserung der Sprachfähigkeiten (und sei es in der „Brückensprache“ Englisch) kann man im Ausland über den eigenen Tellerrand hinausschauen und so Dinge erfahren, die man im eigenen Land kaum erreichen kann.
In der Zeit im Ausland können die Teilnehmenden zu ihrer Ausbildung passende Einrichtungen in unterschiedlichen Arbeitsfeldern kennen lernen und sich mit den dortigen Arbeitsbedingungen umfassend vertraut machen. Die Teilnehmenden haben die Möglichkeit, die in der Ausbildung erworbenen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten anzuwenden, zu vertiefen und zu erweitern.


Möglichkeiten der Förderung

1) Sie bewerben sich als so genannte Free-Mover, dann bekommen Sie das Stipendium in voller Höhe ausbezahlt und organisieren den Auslandsaufenthalt (Wohnung, Praktikumsstelle etc.) selber. Bei dieser Variante können Sie in alle Erasmus+-Zielländer (EU, Beitrittskandidaten, Island, Liechtenstein, UK und Norwegen) reisen.

2) Sie nutzen die Unterstützung unserer Partnerorganisationen im Ausland. Dann werden Teile des Stipendiums an diese Partner übertragen. Dafür organisieren unsere Partner für Sie die Unterkunft, den Praktikumsplatz und sind für Sie da, wenn Sie Hilfe benötigen.

Unsere Partnerorganisationen im Ausland unterstützen Sie bei der Organisation und der Durchführung des Auslandsaufenthaltes ohne Sie dadurch aus Ihrer Eigenverantwortung zu entlassen. Die Praktika finden in Einrichtungen der jeweiligen Berufsbereiche im europäischen Ausland statt und werden von erfahrenen und gut ausgebildeten Fachkräften angeleitet. Die Stipendien sind von der Destination, der Leistungen und der Dauer des Auslandsaufenthaltes abhängig. Sie decken den größten Teil der Kosten.


Partnerorganisationen der GEB gibt es in

Sevilla (Spanien) | Derry (Nordirland) | London (England) | Dublin (Irland) | Leeuwarden (Niederlande) | Wien (Österreich) | Florenz (Italien) | Breslau (Polen) | Lund (Schweden) | Leiria (Portugal) | Maribor (Slowenien) | Perpignan (Frankreich)

Folgende Leistungen werden erbracht:

  • Vorbereitungsseminar (eintägig) in Berlin (Reise- und Aufenthaltskosten werden von den Teilnehmenden übernommen)
  • Online-Sprachkurs bei mehr als 19 Tagen Auslandsaufenthalt
  • Pauschale für Reisekosten
  • Kosten für öffentliche Verkehrsmittel am Ort (sofern nötig)
  • Unterkunft in Wohngemeinschaft oder Gastfamilie (in Einzel- oder Doppelzimmern)
  • Hilfe bei der Suche nach einem geeigneten Praktikumsplatz
  • Betreuung und Tutoring während des gesamten Aufenthaltes
  • 24/7 Notfall-Telefonnummer

Der Aufwand unserer Partner für die Vermittlung von Wohnung und Praktikumsplatz ist in etwa gleich groß, egal ob Sie für 4 Wochen oder für 6 Monate ins Ausland gehen möchten. Da die Förderung in Pauschalen pro Tag gerechnet wird, können bei kürzeren Aufenthalten Eigenbeteiligungen anfallen. Für ein vierwöchiges Praktikum in Lund (Schweden) entsteht beispielsweise eine Eigenbeteiligung von insgesamt etwa 350 Euro.

Ab einer Dauer von 10 Wochen entsteht in der Regel keine Eigenbeteiligung mehr. Ausnahme sind nur die Zielländer Irland, UK und Finnland, in denen höhere Kosten entstehen können. Für einen dreimonatigen Aufenthalt in Dublin beträgt die Eigenbeteiligung beispielsweise für die gesamte Zeit etwa 850 bis 900 Euro.

Die Beträge können immer nur Annäherungswerte darstellen, weil sowohl die Förderung als auch die Kosten unserer Partner von Jahr zu Jahr unterschiedlich sein können.


Was müssen Sie tun, um sich zu bewerben?

  1. Einen Europass-Lebenslauf in englischer Sprache oder in der Sprache des Ziellandes erstellen. Das Formular für den Europass-Lebenslauf finden Sie unter „Downloads“
  2. Ein Anschreiben in Englisch oder der Sprache des Ziellandes verfassen, in dem Sie begründen, weshalb Sie an dem Programm teilnehmen möchten

„Free-Mover“ benötigen zusätzlich eine Schulbescheinigung bzw. die Kopie des Abschlusszeugnisses sowie eine Bestätigung der Praktikumsstelle im Ausland.

Die Bewerbung erfolgt per Mail an:

Herrn Jewgenij Gorbatschow

Die Kriterien für die Auswahl für ein Stipendium sind die eigene Motivation und vor allem die Relevanz des Auslandsaufenthalts für Ihre Ausbildung. Sprachfähigkeiten in der Sprache des Ziellandes sind erwünscht, in einigen Ländern kann der Auslandsaufenthalt aber teilweise auch in deutscher oder englischer Sprache durchgeführt werden.


Wie geht es dann weiter?

Wenn Sie für ein Stipendium ausgewählt werden, laden wir Sie ein,

  • an einem Seminar zur Vorbereitung auf den Auslandsaufenthalt (meist in Berlin) teilzunehmen
  • die Teilnahmebedingungen zu akzeptieren und einen Erasmus+ Fördervertrag abzuschließen