Smiljana über ihren Aufenthalt in Berlin

Smiljana beim Frauenfrühstück (eine Initiative des Nachbarschaftsheims Neukölln e. V.)

Ich heiße Smiljana Legradic und komme aus Slowenien. Von Beruf bin ich Lehrerin und Übersetzerin für Deutsch, Englisch und Schwedisch. Ich bin aufgrund eines Austauschprojektes zwischen der Gesellschaft ZNI aus Slowenien und der GEB aus Deutschland nach Berlin gekommen. Ich nehme am sogenannten GRUNDTVIG-Programm teil. Ich mache ein Volontariat im Nachbarschaftsheim Neukölln.

 

Ich arbeite jeden Tag von 12.00 bis 18.00 Uhr. Ich beschäftige mich mit den Kindern und ihren Eltern, die als Immigranten in Deutschland leben. Sie kommen aus verschieden Ländern, zum Beispiel: aus der Türkei, aus Vietnam, aus dem Iran, aus dem arabischen Raum und aus Ghana.
Nach dem Mittagessen helfe ich den Kindern bei den Hausaufgaben. Manchmal spreche ich auch mit den Eltern, wenn die Kinder Probleme in einem bestimmten Fach haben. Ich habe hier schon viele neue Leute aus verschiedenen Kulturen und mit den anderen Gewohnheiten und Sitten kennengelernt. Die Mütter der Kinder tragen meistens Kopftücher oder Burkas. Im September, zum Ende des Ramadan, wurde hier Zuckerfest gefeiert. Die Frauen haben türkische und arabische Spezialitäten zubereitet. Es war alles lecker und schmeckte sehr gut. Ich habe gemerkt, dass einige Kinder ganz aggressiv sind. Besonders die Jungen benehmen sich wie Könige, weil sie so erzogen sind. Jedes Kind hat einen unterschiedlichen Charakter. Es ist interessant, sie zu beobachten. Manchmal helfe ich auch im Büro bei der Büroarbeit. Ich klebe auch Plakate in den Schulen.
Ich finde das Leben in Berlin toll. Die Stadt ist voller Kultur und Dynamik. Immer wieder ist hier etwas los. Die GEB hat auch eine Kulturwoche organisiert und wir haben viele berühmte Sehenswürdigkeiten gesehen. Wir haben auch die Berliner Museen und Potsdam besucht. Es war alles neu für mich und deswegen auch unvergesslich. Ich bewundere in Berlin und die guten Verkehrsverbindungen, die es den Leuten ermöglicht, schnell ihr Ziel zu erreichen. Die GEB hat für mich auch Deutsch-Konversationsunterricht organisiert und ich gehe zu einem sehr netten und ausgezeichnetem Lehrer, der ein Experte für die deutsche Sprache ist. Ich bewundere seine Kenntnisse und gehe so gern zu ihm und zu seiner charmanten Frau, die uns immer guten Kaffee anbietet, so können wir noch schneller denken. Ich werde diese Stunden sehr vermissen.
Ich fühle mich wie zu Hause in Berlin und ich habe kein Heimweh. Auch in Slowenien arbeite ich mit den Menschen aus allen Altersgruppen und ich mag sie sehr und deswegen habe ich keine Probleme, mit ihnen in Kontakt zu kommen.
Ich habe nur positive Eindrücke von dieser wunderschönen Stadt bekommen und ich werde immer wieder gerne nach Berlin zurückkommen. Ich bedanke mich auch der GEB und den netten Leuten dort, dass sie mir immer die Hand gegeben haben, wenn ich Hilfe brauchte.