Olivia erzählt von ihrem GEB Praktikum in London (20.09-20.12.2009)

Hallo mein Name ist Olivia, ich bin 20 Jahre alt und ich habe mein Auslandspraktikum in London absolviert. Damit Du einen näheren Einblick in das Leben und Arbeiten in London bekommst, werde ich ein paar Zeilen dazu schreiben. Ich habe mich Ende Juni bei GEB um ein Auslandspraktikum beworben. Im Juli wurde ich dann zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen. Wohin es gehen sollte stand bis dahin noch nicht fest. Ich wurde dann kurz aufgeklärt, worum es geht und es wurden Fragen über meine Person gestellt.

Vor dem Beginn meines Praktikums war ich sehr aufgeregt, ich war neugierig, wie das alles von statten laufen wird, z.B. wo werde ich wohnen, arbeiten, werde ich neue Leute kennen lernen etc. In Berlin wurde ich dann zu einem Wochenendseminar eingeladen, wo ich dann Genaueres über meinen Aufenthalt im Ausland erfahren habe.

Nach meiner Ankunft in London ging es für mich erst einmal für 3 Wochen in die Sprachschule. Dort lernte ich neue Leute kennen, und konnte mich an die Stadt gewöhnen. Nach den 3 Wochen hatte ich dann keine Angst mehr in irgendeinem Büro mein Praktikum zu machen, da ich mein Englisch bis dahin gefestigt habe.

Ich absolvierte mein Praktikum bei KennedyTwaddle Architects. Das Büro, in dem ich gearbeitet habe, lag recht zentral (Zone 2). Ich arbeitete mit Chris und Gary meinen beiden Chefs zusammen, weitere Mitarbeiter gab es nicht. Das war aber nicht weiter schlimm, denn Chris sorgte dafür, dass es viel Unterhaltung von außerhalb gab. Ich übernahm Projekte an denen zurzeit gearbeitet wurde, traf Klienten und musste unter anderem Telefongespräche führen. Als mir Chris beim Vorstellungsgespräch erzählte, dass er für 1 Woche nicht im Büro sein wird, war mir das erst unangenehm, wegen den ganzen Telefonanrufen und meinen Sprachkenntnissen, aber zum Schluss habe ich das dann doch ganz gut bewältigt. Ich arbeitete täglich von 9-16 Uhr, wenn ich vor hatte, in ein Museum zu gehen (die hier alle zum Teil kostenlos sind) durfte ich auch mal gegen 15 Uhr gehen. Durch das enge Zusammenarbeiten mit Chris und seinen Klienten, bekam ich auch Einblicke in die britische Kultur. Ab und zu wies er mich auch auf Events hin, die mich interessieren könnten.

Aus meiner Sicht denke ich, dass ich Chris eine große Hilfe war, am Ende habe ich an 7-8 Projekte gearbeitet und das in der kurzen Zeit! Zu meinen neu erworbenen Kenntnissen kann ich nicht viel sagen, außer dass ich mich sprachlich verbessert habe, ich versteh jetzt vieles deutlicher und ich kann mich besser verständigen als zuvor.

Wenn ich auf meine 3 Monate in London zurück blicke, kann ich schon sagen, dass es sich für mich gelohnt hat. Ich hab nicht nur einen höheren Stellenwert bei der Arbeitssuche gewonnen, sondern hab auch an Erfahrung Einiges dazu gelernt. Nach meiner Rückkehr sah ich nicht mehr alles so eng und hab mich nicht über jede Kleinigkeit aufgeregt, worüber ich mich davor aufgeregt hätte.

Denn nachdem man hier eine Weile gewohnt hat, fängt man an, Einiges in Deutschland zu schätzen. Man mag es nicht glauben, aber es stimmt, ich hab es jedenfalls. Zum Beispiel die Tube, egal zu welcher Jahreszeit man nach London kommt, es ist immer sehr warm in den Bahnhöfen. Es wird geraten, ständig etwas zu trinken bei sich zu haben. Außerdem vermisse ich mein doch so geliebtes Schwarzbrot. Es gab auch Lidl und Netto wo deutsches Brot verkauft wurde, aber das wurde auf die Dauer dann doch etwas teuer.

Wenn man etwas Neues erleben oder sich sprachlich verbessern möchte,
dann sind die 3 Monate London genau das richtige.

Ich kann es nur weiter empfehlen!